Defäkographie:

Eine normale Darmentleerung ist u. a. abhängig von normalen anatomischen Verhältnissen und einer regulären nervalen Steuerung. Anatomische Veränderungen im Beckenbodenbereich oder auch  Ausbuchtungen des Enddarmes können Störungen, wie erschwerte  Darmentleerung oder Inkontinenz nach sich ziehen.
Die Defäkographie ist ein radiologisches Untersuchungsverfahren, mit dem sowohl die anatomischen Verhältnisse im Enddarmbereich, als auch die Funktion der Darmentleerung geprüft werden.
Etwa 1 Stunde vor Untersuchungsbeginn ist ein Becher mit Kontrastmittel zur Kontrastierung des Dünndarmes zu trinken. Darüber hinaus wird bei Frauen die Vaginalschleimhaut mit Kontrastmittel markiert. Danach wird der Enddarm über ein kurzes Darmrohr mit eingedicktem Kontrastbrei aufgefüllt. Anschließend werden Sie, auf einer Campingtoilette sitzend, aufgefordert, den Darm zu entleeren. Dieser Vorgang wird unter Röntgen-Durchleuchtung beobachtet, die Aufnahmen werden gespeichert und  anschließend ausgewertet. Diese Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist, abgesehen von einem einsetzenden Stuhldrang, nicht schmerzhaft. Vor der Untersuchung erfolgt ein ärztliches Aufklärungsgespräch.

Für Sie zu beachten:

  • Sie müssen zur Untersuchung nicht nüchtern erscheinen.
  • planen Sie etwa  1,5 - 2 Stunden Zeit ein (wegen der Kontrastmittelpassage durch den Dünndarm)