Strahlenschutz:

 

Die Anwendung von Röntgenstrahlen am Menschen beinhaltet ein gewisses (theoretisches) Risiko einer durch Strahlung verursachten Schädigung von biologischem Gewebe. Dies betrifft insbesondere eine mögliche Schädigung des Erbmaterials oder auch die Entstehung einer bösartigen Geschwulst. Dem entgegen steht allerdings der Nutzen, durch Anwendung von Röntgenstrahlen, Krankheiten erkennen und dann auch behandeln zu können. In den vergangenen Jahrzehnten sind die Röntgenanlagen stetig verbessert worden, so dass trotz Verminderung der Strahlenbelastung die Bildqualität immer wieder gesteigert wurde. Dieses spiegelt sich zum Beispiel in der sich immer weiter verbreitenden digitalen Röntgentechnik wieder. Außerdem sind wir Radiologen durch den Gesetzgeber (Röntgen-Verordnung) angehalten, eine Röntgenuntersuchung nur dann durchzuführen, wenn diese auch mit einem diagnostischen Nutzen verbunden ist.

Auch Sie selber können dazu beitragen, unnötige Röntgenaufnahmen und damit verbundene Strahlenbelastungen zu vermeiden. Hierzu folgende Empfehlungen:

  • Bringen Sie bitte zur Untersuchung, falls vorhanden, frühere Röntgenaufnahmen mit, dies vermeidet unter Umständen unnötige Zusatzuntersuchungen.
  • Röntgenaufnahmen müssen 10 Jahre aufbewahrt werden!
  • Weisen Sie bitte vor der Untersuchung darauf hin, falls erst vor kurzem Röntgenaufnahmen der selben Körperregion angefertigt worden sind.
  • Röntgenaufnahmen während der Schwangerschaft (auch bei nicht auszuschließender Schwangerschaft) sollen vermieden werden, beziehungsweise bedürfen einer strengen Indikationsstellung.
  • Falls Sie einen Röntgen-Pass besitzen, lassen Sie jede Röntgenuntersuchung eintragen. Gerne stellen wir Ihnen auch einen neuen Röntgen-Pass aus.
  • Bei Röntgenuntersuchungen von Kindern ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich.